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Energie
2 min

Smart Home am Smartphone

Neue App für die Teilnehmer am Energieforschungsprojekt in der Seestadt Aspern bringt mehr Komfort.

Strom und Heizung ökologischer und ökonomischer nutzen und das mit wenigen Klicks – von der Couch oder der U-Bahn aus. Für die 111 Haushalte in der Wiener Seestadt Aspern, die sich aktiv am Energieforschungsprojekt der ASCR (Forschungsgesellschaft Aspern Smart City Research) beteiligen, ist das jetzt möglich. Seit kurzem können die teilnehmenden Bewohner ihren Energieverbrauch auch am Smartphone oder Tablet kontrollieren und steuern – mithilfe einer eigens entwickelten Smart Home Control App. Die mobile Anwendung bringt nicht nur einen Komfortgewinn für die User, sondern auch wichtige Erkenntnisse für die Energieforschung.
Gemeinsam mit den Softwareexperten von EMAKINA hat die Wiener Forschungsgesellschaft eine App entwickelt, die den Nutzern ermöglicht, Heizung, Lüftung sowie Steckdosen mobil zu steuern und zu kontrollieren. So kann man zum Beispiel die Heizung bequem während der Heimreise vom Winterurlaub aufdrehen oder am Weg zur Arbeit noch schnell alle Steckdosen ausschalten – „ein einfacher und praktischer Weg um Energie zu sparen“, sagt Test-User Thomas Keil.

Impulse für die Forschung

Die Daten, die über die App generiert werden, spielen wiederum eine wichtige Rolle für die Forschungsergebnisse der ASCR. „Durch die App gewinnen wir Echtdaten, die uns neue Einblicke in das Userverhalten geben“, erklärt Reinhard Brehmer, Geschäftsführer der ASCR. Nach Auswertung der Daten lässt sich damit erstmals genau nachvollziehen, ob und wie die NutzerInnen die Steuerungsmöglichkeiten anwenden, um ihren Energieverbrauch aktiv zu senken. Die Forschung wird so einem echten Praxischeck unterzogen. Brehmer: „Das Ziel ist es schließlich, kundenfreundliche Marktlösungen zu entwickeln. Energietechnologien, die zwar in der Theorie funktionieren, die aber keiner nutzt, bringen uns nicht weiter.“
Damit das gelingt, beteiligen sich die Seestädter User auch an der Weiterentwicklung der App. Unter anderem soll für eine definierte Gruppe ein zeitvariabler Stromtarif eingebunden werden. Damit hätten diese Nutzer künftig die Möglichkeit, ihren flexiblen Stromverbrauch – wie zum Beispiel das Aufladen eines E-Bikes – in Zeiten zu aktivieren, in denen der Strom besonders günstig ist. „Die Technologien, die wir hier im Kleinen testen, sollen später auf ganze Städte übertragbar sein und unser Energiesystem effizienter und klimafreundlicher machen. Mit unserem Projekt wollen wir einen aktiven Beitrag zur Energiezukunft im urbanen Raum leisten“, erläutert ASCR-Geschäftsführer Georg Pammer das langfristige Ziel der Forschungsgesellschaft.

Smarte Seestadt: Das lebende Stadtlabor Wiens erforscht energiesparende Technologien für die Energiewelt von morgen und überzeugt auf Weltklasseniveau.
Smarte Seestadt: Das lebende Stadtlabor Wiens erforscht energiesparende Technologien für die Energiewelt von morgen und überzeugt auf Weltklasseniveau.

Weitere Informationen:
In Aspern ist nicht einfach nur ein großes Stadtentwicklungsprojekt entstanden, sondern mit der ASCR wurde ein Joint Venture zwischen der Stadt Wien, den städtischen Versorgungsunternehmen (Wien Energie und Wiener Netze) sowie Siemens, dem einzigen Industriepartner des Projekts, ins Leben gerufen. In dieser Kooperation werden technische Lösungen für die Energiewelt der Zukunft entwickelt, und zwar im realen Leben eines neu errichteten Stadtquartiers mit realen Endkunden. Mit dieser Forschungsgesellschaft und einem Budget von 40 Millionen Euro hebt sich Aspern von Dutzenden anderer Großprojekte weltweit ab.Ein koordinierter Forschungsplan, der von Siemens Corporate Technology und den Siemens-Geschäftseinheiten Energy Management und Building Technologies vorangetrieben wird, soll die Stadt zu einer Versuchsumgebung für die Integration von Technologien machen, die Energieeffizienz und nachhaltige Stadtentwicklung fördern. Ein Kooperationsmodell in dieser Größenordnung ist bis dato einmalig. Über 100 Personen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen sind an diesem Forschungsvorhaben direkt beteiligt. Als „Best Smart Project 2016“ gewann die ASCR den internationalen World Smart City Award. Das Wiener Forschungsprojekt konnte sich damit gegen 250 Teilnehmer aus 49 Ländern durch.
Smarte Seestadt (hi!tech)
Aspern: Ein Stadtentwicklungsprojekt auf Weltklasseniveau (Pictures of the Future)
Siemens-Technologie in der SeestadtEmakina

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