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Angesichts der wachsenden Bevölkerung ist es unumgänglich, die Ressource Wasser nachhaltig zu nutzen und trinkbar zu machen.
Industrie
3 min

Alles im Blick

Ganzheitliches Anlagenmanagement bringt auch Vorteile in der Wasserwirtschaft.

Planungssoftware, digitale Kanal- und Leitungskataster, Instandhaltungsplanung, Betriebsdatenspeicher, Prozessleitsystem – in der Wasserwirtschaft sind unzählige Hilfs- und Verwaltungssysteme im Einsatz. Jedes Tool hat besondere Stärken und alle haben eine Schwäche: es sind Datensilos, zwischen denen kein oder kaum Austausch stattfindet. Dagegen bietet ein Asset Information Management System (AIMS) mit einem ganzheitlichen Ansatz überzeugende Vorteile.

Jedes Tool muss zunächst mit Daten versorgt werden und letztlich zeigt jeder dieser Datensilos nur einen begrenzten Ausschnitt der Anlagenrealität. So werden etwa Entscheidungen über den Ausbau von Infrastruktur oder die Instandhaltung bestehender Anlagenteile oder die Planung von Wartungsmaßnahmen nie auf einer wirklich umfassenden Grundlage getroffen, obwohl ausreichend Daten, Erfahrung und Wissen vorhanden wären – was fehlt, ist aber deren intelligente Verknüpfung.

Anstatt solcher Silo-Systeme wäre ein  AIMS sinnvoll: Das AIMS ist ein zentrales Verwaltungstool, das eine Anlage über den gesamten Lebenszyklus hinweg begleitet – die Softwarelösung Comos von Siemens ist ein solches ganzheitliches Lösungskonzept. Es sorgt für einen optimalen Datenübergang zwischen Planungs- und Betriebsphasen mit durchgängig konsistenten und transparenten Daten und leistet in der Betriebs- und Instandhaltungsphase wertvolle Dienste. Dreh- und Angelpunkt für eine integrierte Datenhaltung ist die Implementierung von Comos als zentraler Daten-Hub, der als Informationsdienst für unterschiedliche Anwendungen fungiert. Diese „single source of truth“ speichert Daten, verwaltet sie und stellt sie anwendergerecht zur Verfügung. Das System ermöglicht es Betreibern, das digitale Abbild der Anlage, also den digitalen Zwilling, immer auf dem aktuellsten Stand zu halten. Dazu können Anlageninformationen auch ganz einfach vom Personal vor Ort aktualisiert werden, zum Beispiel bei Wartungsarbeiten.

Ein besseres Verständnis von Gesamtzusammenhängen

Idealerweise wird die Grundlage des digitalen Zwillings bereits in der Planungsphase gelegt: Die während des Engineerings erhobenen Daten werden weiterverwendet und mit Betriebsdaten ergänzt. Allerdings sind die wenigsten Bauprojekte in der Wasserwirtschaft Neuplanungen auf der grünen Wiese – der Regelfall ist die Modernisierung von Bestandsanlagen. Engineeringdaten liegen oft noch in Papierform oder in ganz unterschiedlichen Formaten vor. Gerade hier kann Siemens-Technik schnell zu qualifizierten Daten führen.

Bei Wartung und Instandhaltung zahlt sich das einheitliche Datenmanagement von Comos ebenfalls aus. Die intelligente Zusammenführung von Engineeringdaten, historischer sowie Echtzeit-Prozessdaten sorgt für ein besseres Verständnis von Gesamtzusammenhängen. Diese Datengrundlage ist zudem sehr wichtig, denn mit ihr kann eine optimale Instandhaltungsstrategie erarbeitet werden. Dazu lassen sich mit Comos auch einzelne Bauteile einer Risikoanalyse unterziehen und nach unterschiedlichen Kriterien bewerten. Die gewonnenen Parameter dienen dank übersichtlicher Strukturierung und Systematisierung von vorbeugenden und zustandsorientierten Instandhaltungsmaßnahmen der Ermittlung konkreter Instandhaltungs- und Wartungspläne.

Digitalisierung – Vorteile heute und in Zukunft

Bei gegebener Aktualität der Daten ist der Einsatz von Comos als zentraler Datenknotenpunkt der ideale Ansatz für die Lösung vieler Herausforderungen in Gewinnungs-, Aufbereitungs- und Verteilungsanlagen der Wasserwirtschaft – sowohl hinsichtlich des Betriebs als auch der Instandhaltung oder der Modernisierung. Hinzu kommen reduzierte Kosten und Aufwände, um den Anforderungen an eine aktuelle Anlagendokumentation nachzukommen, schnellere und präzisere Rückmeldungen bezüglich operativer Anliegen, die Reduktion ungeplanter Stillstandsphasen, eine verbesserte Verlässlichkeit sowie die verlängerte Lebensdauer von Anlagen. Bei den langen Laufzeiten von Anlagen der Wasserwirtschaft kann Comos als zentrales AIMS jederzeit im laufenden Betrieb implementiert werden und mit der Digitalisierung von Bestandsanlagen für den entscheidenden Schritt in Richtung zukünftiger Versorgungssicherheit sorgen.

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