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Dass immer mehr Geräte ans Internet angeschlossen werden, hat einen guten Grund: Daten sind wertvoll.
Industrie
3 min

Die IoT-Story

Vom ersten “Thing” in den 80er-Jahren bis 27 Milliarden Geräte heute.

Ohne das Internet of Things gäbe es kein Industrie 4.0, kein 5G, nur wenige Anwendungen für industrielle KI und die Experten für Cybersecurity hätten weniger Arbeit. Überblick über eine Technologie, an der niemand mehr vorbeikommt.
Das erste „Thing“ im Internet gab es bereits 1982: ein Getränkeautomat an der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh, der über seinen Füllstand und die Temperatur der Drinks in seinem Inneren berichtete. Damals noch ein Unikum, doch irgendwann in den Jahren 2008 oder 2009 war es soweit: Erstmals waren mehr Dinge mit dem Internet verbunden als Menschen auf der Erde leben. Seitdem hat das „Internet of Things“ (IoT) einen rasanten Aufstieg genommen – inzwischen sind weltweit rund 27 Milliarden Geräte mit dem Datennetz verbunden, beispielsweise Sensoren, Haushaltsgeräte, Maschinen, Windräder, Medizingeräte und Autos. Und es sollen noch viel mehr werden: 2020 dürfte die Zahl 30 Milliarden „Things“ überschreiten, und für 2025 werden 75 Milliarden prognostiziert. Dann kämen auf jeden Menschen auf der Erde fast zehn mit dem Internet verbundene Dinge. – auch der IoT-Markt explodiert förmlich, von schätzungsweise 248 Milliarden Dollar im Jahr 2020 auf rund 1,6 Billionen im Jahr 2025.

Daten sind wertvoll

Dass immer mehr Geräte ans Internet angeschlossen werden, hat einen guten Grund: Daten sind wertvoll. Die Geräte können einerseits wertvolle Daten über ihren aktuellen Zustand oder die Vorgänge in ihrer Umgebung liefern, andererseits lassen sie sich auch mit Informationen aus dem Netz versorgen und auf diese Weise in Echtzeit steuern. So liefern zum Beispiel Windkraftanlagen eine große Menge an Sensordaten, die Auskunft über die aktuellen Windverhältnisse und den Zustand der Technik geben. Bündelt man diese Informationen in der Cloud, ergibt sich ein übergreifendes Bild der gesamten Anlage. Der Betreiber kann mithilfe von Algorithmen ihre Ausbeute optimieren sowie Probleme erkennen, bevor sie zu einem Ausfall führen (Predictive Maintenance). So verbessert das Internet der Dinge die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, die diese Technologie einsetzen. Siemens bietet dafür sein IoT-Betriebssystem MindSphere an.

Zukunft der Produktion

Auch für die Zukunft der Produktion spielt das IoT eine zentrale Rolle. Denn mit der Industrie 4.0 hält ein neues Paradigma Einzug in die Fertigungshallen: Durch die Vernetzung aller Teile der Liefer- und Fertigungskette lässt sich die Produktion übergreifend optimieren sowie kurzfristig und automatisch an neue Anforderungen anpassen – bis hin zur Produktion von Einzelstücken (Losgröße eins) zu konkurrenzfähigen Preisen. Die dafür erforderlichen aktuellen Daten liefern Sensoren an Zulieferteilen, Maschinen oder in der Qualitätskontrolle, die alle ans Internet angeschlossen sind und deren Messwerte zentral analysiert werden.

IoT und KI

In den gewaltigen Datenmengen, die das IoT liefert, sind oft wertvollen Informationen versteckt, die mit einfachen Analysetechniken – wie etwa Statistiken – nicht gefunden werden können. Künstlicher Intelligenz (KI)  hingegen ist bei solchen Aufgaben im Allgemeinen sehr erfolgreich.  Sie kann beispielsweise selbstständig Muster in den Messwerten aus der Produktion erkennen und so den Fertigungsprozess immer weiter verbessern. Künstliche Intelligenz trägt so wesentlich dazu bei, dass das IoT so erfolgreich ist. Umgekehrt ist das Internet der Dinge aber auch ein Treiber für die weitere KI-Entwicklung: Für das Training neuronaler Netze braucht man große Datenmengen, die bis vor kurzem oft gar nicht zur Verfügung standen. Mit dem IoT hat sich das geändert – denn die vernetzten Dinge liefern immer mehr Daten, mit denen sich KI-Algorithmen entwickeln, verbessern und trainieren lassen.

Der Treiber 5G

Einen großen Schub für das Internet der Dinge soll das Mobilfunknetz der nächsten Generation bringen. Mit 5G lassen sich beispielsweise Sensoren kostengünstig, ohne großen Energieverbrauch und mit kurzen Reaktionszeiten ans Internet anbinden – was zum Beispiel für die Industrie und autonom fahrende Autos äußerst interessant ist. Bisher sind die Geräte meist entweder über Kabel oder bereits etablierte Funkstandards wie WiFi, Bluetooth oder ZigBee ans Netz angeschlossen.

„Cyberrisiken zu ignorieren könnte das Geschäft vernichten“

Das größte Risiko für das Internet of Things sind wohl Spione und Cyberattacken.  Denn jeder vernetzte Sensor oder ans Internet angeschlossene Kühlschrank lässt sich theoretisch als Einfallstor in ein Netzwerk missbrauchen. Hochsensible Daten könnten so gelöscht oder verändert werden, die Folgen wären mitunter katastrophal.   Siemens sieht täglich im Umgang mit seinen Kunden, wie sehr sie das Thema umtreibt. Natalia Oropeza, Chief Cybersecurity Officer bei Siemens bringt das wirtschaftliche Risiko auf den Punkt: „Cyberrisiken zu ignorieren, könnte das Geschäft vernichten“, Um diese ständige Bedrohung bestmöglich beherrschen zu können, hat Siemens einen ganzheitlichen Ansatz für Cybersicherheit entwickelt
Weitere Informationen:
Christian Buck - Jan 2020
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