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Neue Wege zur Digitalisierung der Ausbildung: Einzigartige Lerninseln in Linz bilden Siemens-Lehrlinge zu digitalen Pionieren aus.
Industrie
2 min

Digitale Pioniere

Einzigartige Lerninseln in Linz bilden Lehrlinge zu Digitalisierungsspezialisten und Fachkräften von morgen aus.

Die voranschreitende Digitalisierung verändert die Art, wie in Zukunft gearbeitet wird sowie jobspezifische Anforderungen und Tätigkeitsprofile. Daher geht Siemens mit seinen Lehrlingen neue Wege und integriert digitale Konzepte in die Ausbildung. Konkret hat Siemens Österreich in Linz eines der österreichweit modernsten Ausbildungsangebote für technikbegeisterte Jugendliche geschaffen: Mit den neuen, einzigartigen Lerninseln können Lehrlinge an realen Digitalisierungsprojekten praxisnahe Berufserfahrung sammeln und an der Vernetzung und Programmierung von Anlagen, Maschinen und mobilen Endgeräten arbeiten. Siemens bildet aktuell in Österreich 400 Lehrlinge aus, davon ca. 90 in Oberösterreich. Neben dem eigenen Bedarf nach hervorragend ausgebildeten Fachkräften übernimmt das Unternehmen Verantwortung für den Wirtschaftsstandort und steuert dem in Zukunft drohenden Fachkräftemangel aktiv entgegen. Die Lehrlingsausbildung nimmt daher einen zentralen Stellenwert bei Siemens Österreich ein.
Insgesamt wurden in Linz 12 Lerninseln mit verschiedenen Themenschwerpunkten aufgebaut – von der Industrie-Automatisierung und Industrie-Digitalisierung über Transformatorentechnik bis zur Energie- und Gebäudetechnik. An den Lerninseln werden reale Projekte in kleinen Teams bearbeitet. Aufgrund der hohen Bedeutung von Digitalisierungskompetenzen gibt es bereits erste Pläne, das erfolgreiche Projekt zu erweitern: Künftig sollen auch in der Siemens-Lehrwerkstätte in Wien Lerninseln entstehen. Geplant ist, die Lerninseln in Linz und Wien miteinander zu vernetzen und überregionale Zusammenarbeiten zu trainieren – ähnlich einer vernetzten Fabrik mit mehreren Standorten.

Lerninseln als Bindeglied

Lerninseln sind eine ganzheitliche Lernform, bei der Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz der Mitarbeiter gefördert und ausgebildet werden. Sie bezeichnen eine besondere Form der beruflichen Aus- und Weiterbildung, in der sehr realitätsnah an Projekten gearbeitet wird. Lerninseln sind ein Bindeglied zwischen der klassischen Ausbildung in der Lehrwerkstätte beziehungsweise Berufsschulausbildung und dem Praxiseinsatz im Unternehmen. Bis zur vier Lehrlinge im dritten und vierten Lehrjahr arbeiten gemeinsam an Projekten auf den Lerninseln. Für die Fertigstellung eines Projekts ist ein Zeitaufwand von etwa sechs Wochen notwendig – es können aber alternativ auch einzelne oder modular kombinierte Aufgabenteile bearbeitet werden. Vorbild sind zum Beispiel Aufgabenstellungen von der Lehrlingsweltmeisterschaft, die in Linz um Digitalisierungsaufgaben erweitert wurden. Dabei erarbeitet jedes Projektteam unter anderem die passende Projektplanung, sorgt für Montage, Programmierung und auch Visualisierung der Ergebnisse.

Duale Akademie

Die Duale Akademie ist ein österreichweites Vorreiterprojekt, das technisch interessierten AHS-Maturanten einen innovativen Arbeitsplatz mit guter Bezahlung bietet, der sie bestmöglich auf die Karriere in einem internationalen Konzern vorbereitet. Sie können zwischen einer Ausbildung im Bereich Mechatronik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik oder im Bereich IT & Software mit Schwerpunkt Applikationsentwicklung - Coding wählen. Auch internationale Erfahrung kommt in der Ausbildung nicht zu kurz: Durch Kooperationen mit internationalen Auftraggebern aus der Automobilbranche beispielsweise können die Auszubildenden wertvolle Erfahrungen bei Großprojekten auf der ganzen Welt sammeln. Derzeit sind in Linz acht Maturanten in Ausbildung, wobei ab September sieben weitere hinzukommen. 

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