Panaroma Forum Alpbach. Grüne Wiese im Vordergrund, Berge und bewölkter Himmel.
Industrie
min

TEC-Week Europäisches Forum Alpbach

Zwei Siemens-Trainees schildern ihre Eindrücke

Im Rahmen des Siemens-Austria-Trainee-Programs haben jährlich zwei Trainees die Möglichkeit, die TEC-Week des Europäischen Forum Alpbachs zu besuchen. Dieses Jahr stand dieser Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Forschung unter dem Motto „New Europe“.

Siemens Trainees mit ihren Teilnahme Pässen
Siemens-Trainees Isabel Weiher und Jakob Jandrisevits

Den Auftakt bildete das Praxis-Frühstück der Plattform Industrie 4.0, in dem Digitalisierungslösungen für die produzierende Industrie vorgestellt wurden. Siemens-Digitalisierungsexperte Michael Heiss und Roland Laucher von Siemens Industry Software veranschaulichten die Relevanz der Datendurchgängigkeit für schnelle Auftragsänderungen am Beispiel der Pilotfabrik smartfactory@tugraz. Zudem wurde der Einsatz eines Roboterhundes für repetitive oder für Menschen gefährliche Aufgaben diskutiert.

Roland Laucher hält Vortrag an Podium mit Roll-Up des Landes Tirol im Hintergrund
Roland Laucher spricht über die Digitalen Zwillinge entlang der Wertschöpfungskette

Weiter ging es für uns zu einem Workshop zum Thema „Künstliche Intelligenz - Schlüsseltechnologie und Wettbewerbsfaktor“. Diskutiert wurde eine Bandbreite an Themen von möglichen Einsatzbereichen von KI, z.B. bei selbstfahrenden Autos oder der Analyse von Energiesparmaßnahmen, über die Frage, inwieweit Unternehmen und Universitäten für die KI-Entwicklungen stärker verschmelzen (müssen), bis zu einer KI-Zertifizierung, die aktuell entwickelt wird.

Workshop Künstliche Intelligenz Teilnehmer sitzen an einem langen Tisch mit weißem Tischtuch in einem holzvertäfelten Raum
Workshop Künstliche Intelligenz

Datensicherheit ermöglicht Kooperation

Wie aus Europa heraus für Europa (und darüber hinaus) im Moment eine offene, transparente und sichere Dateninfrastruktur entsteht, erfuhren wir in einem Workshop zum EU-Projekt Gaia-X. Ziel ist ein digitales Ökosystem, in dem Daten gesammelt und geteilt werden können – stets unter Beibehaltung der Datensouveränität. Thomas Hahn, Chief Software Experte bei Siemens, referierte wie durch Datensouveränität mithilfe von Gaia-X in Europa eine Zusammenarbeit über Firmengrenzen ermöglicht wird, ohne die Rechte auf die eigenen Daten zu verlieren. In der Podiumsdiskussion zur Energiewende hörten wir gespannt der hochkarätigen Runde aus Forschung und Industrie zu, welche Anforderungen an das zukünftige Energiesystem gestellt werden, um die Energiebedürfnisse der Menschheit zu erfüllen und Nachhaltigkeit und Sicherheit zu gewährleisten.

Klimakrise mit Kompetenz und Kreativität bewältigen

Play-Symbol
Studierende präsentieren die Idee des Carbon Marketplace beim TU Austria Innovationsmarathon

 

Auch das Finale des TU-Austria-Innovationsmarathons, bei dem Studierende aus aller Welt in 24 Stunden an realen Aufgabenstellungen von Unternehmen, darunter auch Siemens, beim Bewältigen der Klimakrise arbeiten, war sehr unterhaltsam, regte aber auch zum Nachdenken an. Die Fragestellung von Siemens lautete: Was bewirkt eine Transparenz des Product Carbon Footprints entlang der gesamten Wertschöpfungskette? Welche neue Geschäftsmöglichkeiten ergeben sich daraus für unsere Kunden? Unter der Anleitung des Siemens-Digitalisierungsexperten Michael Heiss  und des Innovationsexperten Roland Waldner, haben die Studierenden einen Carbon Marketplace konzipiert, der auch kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht, den Product Carbon Footprint entlang der Wertschöpfungskette zu optimieren.

Die Basis dafür bildet das Siemens-Produkt #SiGreen, das die fälschungssichere Weitergabe von zertifizierten CO2-Emissionsdaten entlang der Wertschöpfungskette ermöglicht und daher eine der Schlüsseltechnologien für diesen Paradigmenwechsel am Markt ist. Diese Veränderungen werden zu mehr lokaler Produktion und damit auch zu kleineren Stückzahlen und mehr Variabilität in den lokalen Fabriken führen, was dank Digitalisierung bereits heute mit dem Siemens-Portfolio darstellbar ist.

folgt
Das Siemens-Team beim TU Austria Innovations-Marathon: (v.l.n.r) Roland Waldner, Mahmoud Hasan, Margot Moeslinger, Ioannis Kourdoumpas, Shakira Nyamwiza, Shalva Dekaozishvili, Kate Afanasenka, Michael Heiss

Zu guter Letzt können wir festhalten, dass wir sowohl in den Sälen des Kongresszentrums als auch in den lockeren Gesprächen bei Vernetzungsveranstaltungen im Ambiente des tirolerischen Bergdorfs Alpbach neue Blickwinkel auf die Herausforderungen vor denen Europa und die Welt stehen, erlangt haben. Mitnehmen können wir aber auch Optimismus. Optimismus vor allem aus der Erkenntnis, dass innovative Köpfe gemeinsam an Lösungen für ebenjene Herausforderungen arbeiten und zusammen an die Zukunft von Europa glauben.

 

Isabel Weiher hat Internationale Betriebswirtschaft an der Universität Wien und der Copenhagen Business School studiert. Im Rahmen des Siemens-Austria-Trainee-Programs arbeitete sie im Bereich Smart Infrastructure, sowie in der Siemens-Niederlassung in Prag. Mit September 2022 beendete sie das Traineeprogramm und ist als kaufmännische Projektmanagerin für Siemens Smart Infrastructure tätig.

Jakob Jandrisevits hat nach seiner HTL-Ausbildung für Elektrotechnik an der Wirtschaftsuniversität Wien und an der University of Central Florida Betriebswirtschaft und Wirtschaftspädagogik studiert. Im Oktober 2021 startete er ins Siemens-Austria-Trainee-Program im Controlling der Business Unit Motion Control. Seit April 2022 ist er für den Vertrieb von Serviceverträgen für Industriekunden zuständig.