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Energiemanagementsystem von Siemens erhöht Energieeffizienz in der Druckguss-Fertigung bei GF Automotive.
Industrie
2 min

Mit Druck zur Nachhaltigkeit

Energiemanagementsystem erhöht Energieeffizienz in der Druckguss-Fertigung.

Die GF Automotive (GF) fertigt in Altenmarkt (Österreich) hochwertige Druckguss-Teile für die Automotive-Branche. Das Herstellungsverfahren der Teile sowie das dazu nötige mehrschichtige Arbeitsmodell sind sehr energieintensiv. Um ein effizientes Energiemanagement betreiben und die Energieeffizienz nachhaltig erhöhen zu können, setzt GF auf das Energiemanagement-System Simatic B.Data von Siemens. Damit ist es GF unter anderem möglich, die eigens gesteckten Ziele – Steigerung der Energieeffizienz, Senken der CO2-Emissionen und Reduzierung der nicht wiederverwertbaren Produktionsabfälle um jeweils zehn Prozent – zu erreichen.
Der Zulieferer für die Automotive-Branche stellt für seine weltweit ansässigen Kunden hochwertige Formteile aus Druckguss her. Da das Produktionsverfahren aufgrund des Maschinen- und Personaleinsatzes sehr energieintensiv ist, legt GF den Fokus neben Anlagenverfügbarkeit und Produktqualität auf einen energieeffizienten Betrieb. Um dafür die unterschiedlichen Energieströme wie Strom, Wasser, Gas und Druckluft detailliert erfassen und auswerten zu können, nutzt GF das skalierbare Energiemanagement-System Simatic B.Data von Siemens, das die Anforderungen gemäß DIN EN ISO 50001 für Energiemanagement-Prozesse umfassend erfüllt.

Solide Basis

„Damit legen wir die Basis zur Erhöhung der Energieeffizienz“, erklärt Bernhard Thaler, Energiebeauftragter bei GF, und ergänzt: „Außerdem schaffen wir so die Grundlage, das in Österreich und Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Energieaudit nach DIN EN 16247 auch intern ableisten zu können, statt alle vier Jahre externe Zertifizierer in Anspruch nehmen zu müssen.“ Die skalierbare und damit werksübergreifend einsatzbare Lösung Simatic B.Data läuft auf einem virtuellen Server und die Datenübertragung erfolgt mittels virtuellem Netzwerk, was die Kosten für die Infrastruktur gering hält. Die aktuellen Verbrauchswerte stehen über direkten Zugriff auf den B.Data-Client oder aus der Ferne über die B.Data-Web-Clients permanent und in Echtzeit zur Verfügung. Per automatischer E-Mail gehen definierte Berichte sowie mögliche Störmeldungen an die Verantwortlichen, die damit stets optimal informiert sind und bei Bedarf schnell reagieren können.

Stabiles Netzwerk für optimale Datenerfassung

Für die Messtechnik und Energiedatenerfassung wurden Schaltkästen an den Druckgussmaschinen und Schmelzöfen montiert, die die dezentrale Peripherie Simatic ET 200SP samt CPU (Computer Processing Unit) und Interfacemodul beinhalten. Die Integration ins Netzwerk erfolgt über Industrial Ethernet. Für das Erfassen des elektrischen Energieverbrauchs werden Stromwandler an die auf die Peripherie aufgesteckten Energy Meter Module angeschlossen. Zum Messen der Volumenströme nutzt GF die Messwertaufnehmer Sitrans F von Siemens, die in der Rohrleitung zwischengeflanscht werden und digitale Impulse senden. „Der Vorteil dieses Aufbaus ist, dass selbst bei einer Unterbrechung des Datennetzwerks die Messwerte in der CPU der ET 200SP weiter gesammelt werden und der Energieverbrauchswert damit konsistent gehalten werden kann“, erklärt Manuel Kerschbaumsteiner, Teamleiter elektrische Instandhaltung bei GF. Automatische Plausibilitätsprüfungen in Simatic B.Data sichern die Datenqualität.

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