Mann im Hemd steht in einer Fabrik mit Tablet in der Hand
Heute bildet SIMATIC gemeinsam mit dem Siemens-Konzept Totally Integrated Automation (TIA) und dem Kommunikationsnetzwerk PROFINET die Grundlage für vollständig vernetzte „digitale Fabriken“, in denen sämtliche Prozesse automatisch gesteuert und optimiert werden.
Industrie
1 min

Vom Transistor zur digitalen Fabrik

60 Jahre Automatisierungssystem SIMATIC.

Neue Anwendungsfelder für Transistoren in der Energieversorgung erschließen: So lautet der Auftrag eines kleinen Teams von Fachleuten, das Mitte der 1950er- Jahre in den Erlanger Siemens-Schuckertwerken zusammenarbeitet. Doch das, was die Ingenieure entwickeln, wird nicht nur die Energietechnik sondern die gesamte Industrie nachhaltig verändern…
Die Marke SIMATIC wurde am 2. April 1958 beim Deutschen Patentamt angemeldet. Auf der Werkzeugmaschinen-Ausstellung 1959 in Paris sorgt das "Baukastensystem für kontaktlose Steuerungen" SIMATIC G für Furore. Die neue Technik ist deutlich schneller als bisherige Relais-Steuerungen, platzsparender und dabei verschleißfrei. Der Grundstein für eines der weltweit erfolgreichsten Automatisierungssysteme ist gelegt.

Zeitalter der industriellen Mikroelektronik

Wenig später spielt SIMATIC eine zentrale Rolle dabei, das Zeitalter der industriellen Mikroelektronik einzuläuten: In den 1970er- und 1980er-Jahren basiert der Aufbau der neuen SIMATIC-Generationen nicht länger auf festen Verbindungen, sondern auf programmierbaren und damit flexibel verknüpfbaren Funktionen. Gleichzeitig steigt die Rechenleistung rasant an. Mit den mehrere Millionen Transistorfunktionen umfassenden Automatisierungsgeräten SIMATIC S5 gelingt schließlich der endgültige Durchbruch der speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS). Schon bald werden zahlreiche SIMATIC-Systeme für unterschiedlichste Aufgaben in der Prozess- und Fertigungsautomatisierung eingesetzt.

Grundlage für vollständig vernetzte digitale Fabriken

In den 1990er-Jahren ermöglicht es die neue Feldbustechnik PROFIBUS, einzelne SIMATIC-Steuerungen zu durchgängigen Automatisierungslösungen zusammenzuschließen. Wenig später stellt Siemens das Konzept Totally Integrated Automation (TIA) vor, mit dem fast alle denkbaren Aufgaben der industriellen Automatisierung gelöst werden können – ob im Kraftwerk, im Klärwerk, bei der Verkehrstechnik oder in Fertigungsanlagen. Heute bilden TIA, SIMATIC und das Kommunikationsnetzwerk PROFINET die Grundlage für vollständig vernetzte „digitale Fabriken“, in denen sämtliche Prozesse automatisch gesteuert und optimiert werden. In Zukunft werden neue Technologien wie virtuelle Inbetriebnahme, digitale Zwillinge, Cloud- und Edge Computing kürzere Produktentwicklungszeiten, komplexere Anwendungen und effizientere Optimierungsprozesse ermöglichen.
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