In der modernen Fertigungswelt übernehmen Roboter immer anspruchsvollere Aufgaben, wodurch die Herausforderung wächst, diese Systeme effizient zu steuern. PROMOT Automation begegnet dem mit einem innovativen System aus ProHMI und OnePanel, das Robotik, Vision und Safety zusammenführt und die Bedienung von Roboterzellen radikal vereinfacht. Herzstück der Lösung ist die robuste und flexible Siemens SIMATIC S7-1500 Steuerung.
Der Betrieb mehrerer Roboter oder unterschiedlicher Robotergenerationen in einer Fertigung erhöht die Anzahl von Bediengeräten, Schnittstellen und Abhängigkeiten. Prozessanpassungen erfordern oft roboterspezifische Programmierkenntnisse, was zu längeren Inbetriebnahmen, höherem Schulungsaufwand, aufwendigerer Fehlersuche und einem erhöhten Expert:innenbedarf führt.
Klassische Bildverarbeitungskonzepte sind oft separate Subsysteme, bei denen Livebilder, Parametrierung und Werkstückeinlernen außerhalb der Anlagenbedienung erfolgen. Ähnlich verhält es sich mit der Sicherheitstechnik, wenn PLC und Safety nicht in einer durchgängigen Engineering-Umgebung integriert sind. PROMOTs Antwort auf diese Herausforderungen ist ein durchgängiges Bedien- und Steuerungskonzept, das verschiedene Roboter, Portale und zellenseitige Stationen in einer gemeinsamen Bedienumgebung zusammenführt.
Standardisierte Softwareoberfläche
ProHMI fungiert als standardisierte Softwareoberfläche: Sie vereinheitlicht die Interaktion mit Robotern und weiteren Anlagenkomponenten, indem sie Bewegungsfunktionen, Betriebsmodi und Prozesszugriffe in einer gemeinsamen Logik darstellt. Das reduziert die Notwendigkeit roboterspezifischer Programmierkenntnisse im täglichen Betrieb. Die Umsetzung erfolgt über OnePanel als zentrales Bediengerät, das mehrere herstellerspezifische Panels ersetzt.
Auch die Sicherheitstechnik ist integriert: PLC, Safety und Fernwartung laufen in einer gemeinsamen Softwareumgebung, was Diagnose und Engineering konsistenter macht. Fehlersichere Steuerungen wie eine F-CPU ermöglichen hohe Sicherheitsfunktionen, ohne die Diagnosepfade zu trennen. Dies verkürzt die Fehlersuche, spart Platz und reduziert Stillstände.
Die Grundidee dahinter ist klar: Nicht die Bedienenden sollen sich an jede einzelne Herstellerwelt anpassen müssen, sondern die Zelle soll sich über ein konsistentes Bedienkonzept erschließen lassen. „Die entscheidende Wirkung entsteht dort, wo Software und Hardware nicht nebeneinanderstehen, sondern als gemeinsames Bedienkonzept für die gesamte Zelle gedacht werden“, erklärt Horst Glasner, Abteilungsleiter Anlagensoftware bei PROMOT Automation.
“In unserer mittlerweile 35-jährigen Partnerschaft mit Siemens stellt die Implementierung der SRCI-Schnittstelle das technologische Highlight dar. Wir schätzen die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sehr, die solche Meilensteine erst möglich macht. Wir sind stolz darauf, hier von Beginn an eine Vorreiterrolle einzunehmen und unseren Kunden diese zukunftsweisende Technologie als einer der Ersten zugänglich zu machen.“
Die technische Basis für diese herstellerübergreifende Lösung ist das Standard Robot Command Interface (SRCI), das eine Kommunikation zwischen Robotern verschiedener Hersteller und der übergeordneten Steuerung ermöglicht. Als zentrale Steuerungseinheit kommt dabei typischerweise ein Siemens SIMATIC S7-1515 Open Controller zum Einsatz. Die Siemens SIMATIC S7-1500 ist eine hochperformante speicherprogrammierbare Steuerung, die für ihre schnelle Verarbeitung, präzise Steuerung und integrierte Bewegungssteuerungsfunktionen bekannt ist. Ihre Modularität und Skalierbarkeit ermöglichen es PROMOT Automation, maßgeschneiderte und zukunftssichere Automatisierungslösungen zu realisieren.
Laufen Ablaufsteuerung, Bewegungseditor, Vision-Funktionen, Safety und Fernwartung in einer gemeinsamen Umgebung zusammen, wird die Erweiterung bestehender Zellen kalkulierbarer. Neue Robotergenerationen oder zusätzliche Hersteller lassen sich auf Basis derselben Bedienphilosophie integrieren. Gleichzeitig bleibt das Prozesswissen stärker im Unternehmen, weil typische Anpassungen nicht ausschließlich in den proprietären Werkzeugen einzelner Roboterhersteller vorgenommen werden müssen.
“Dass ein Key Player wie Siemens eine Standard-Schnittstelle zu Industrierobotern etabliert hat, ist ein entscheidendes Signal für uns als Automatisierer. Dies unterstreicht die Langfristigkeit dieser Lösung und sorgt für die notwendige Akzeptanz sowie Investitionssicherheit bei unseren Kunden.“
Thomas Burger, Verkaufsleiter Flexible Fertigungssysteme, PROMOT Automation
„Auch aus Investitionssicht ist dieser Ansatz relevant. Roboter lassen sich bei Bedarf gegen neuere Generationen oder Modelle anderer Hersteller austauschen, ohne dass dafür jedes Mal neue Bedien- und Schulungskonzepte aufgebaut werden müssen. Das erhöht die Zukunftssicherheit der Anlage und schafft gerade für Unternehmen mit unterschiedlichen Automationsanwendungen die notwendige Flexibilität“, fasst Thomas Burger, Verkaufsleiter Flexible Fertigungssysteme bei PROMOT Automation, die Vorteile der Lösung zusammen.
SIMATIC S7-1500 Controller bietet höchste Leistung und integrierte Zukunftsfähigkeit.
Mit ProHMI und OnePANEL, angetrieben durch die zuverlässige Siemens SIMATIC S7-1500 Technologie, setzt PROMOT neue Maßstäbe in der Roboterzellen-Bedienung und macht die Automatisierung zugänglicher und effizienter denn je.