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Condition Monitoring zahlt sich aus

Bei Gebäuden mit vorausschauender Wartung Produktivität steigern und Ausfälle reduzieren.

Digitale Transformation

12.09.2022

Lesezeit 4 Min

Nina Komzak

Was wäre, wenn Gebäudebetreiber schon wüssten, wann Reparaturen anfallen oder Komponenten ausgetauscht werden müssen, bevor es überhaupt passiert? Wenn der optimale Wartungszeitpunkt einer Anlage bereits im Vorhinein feststellbar ist?

Genau dafürsteht Condition Monitoring. Condition Monitoring – oder zu Deutsch „vorausschauende Wartung“ – liefert Informationen zu dem Betriebszustand und Restlebensdauer von Anlagen und zugehörigen Komponenten. Das bietet enorme Vorteile und zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus: Studien zufolge kann vorbeugende Wartung die Produktivität um durchschnittlich 25 Prozent steigern. Die Zahl der Ausfälle reduziert sich um bis zu 70 Prozent – Wartungskosten sinken um bis zu 25 Prozent.

Basis dafür sind Digitalisierung und die intelligente Auswertung von Daten, die von Messgeräten und Sensoren gesammelt werden. Gesundheitsindikatoren etwa können Informationen Abnutzungserscheinungen oder die restliche Lebensdauer liefern.

Alle gesammelten Daten werden in Beziehung zueinander gesetzt und ausgewertet. Die daraus entstehenden Status- oder Warnmeldungen können über unterschiedliche Softwaretools dargestellt werden, etwa über das Energiemonitoringsystem aus unserem SENTRON-Portfolio.

Was wäre, wenn Gebäudebetreiber schon wüssten, wann Reparaturen anfallen oder Komponenten ausgetauscht werden müssen, bevor es überhaupt passiert? Wenn der optimale Wartungszeitpunkt einer Anlage bereits im Vorhinein feststellbar ist?

Genau dafür steht Condition Monitoring. Condition Monitoring – oder zu Deutsch „vorausschauende Wartung“ – liefert Informationen zu dem Betriebszustand und Restlebensdauer von Anlagen und zugehörigen Komponenten. Das bietet enorme Vorteile und zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus: Studien zufolge kann vorbeugende Wartung die Produktivität um durchschnittlich 25 Prozent steigern. Die Zahl der Ausfälle reduziert sich um bis zu 70 Prozent – Wartungskosten sinken um bis zu 25 Prozent.

Basis dafür sind Digitalisierung und die intelligente Auswertung von Daten, die von Messgeräten und Sensoren gesammelt werden. Gesundheitsindikatoren etwa können Informationen Abnutzungserscheinungen oder die restliche Lebensdauer liefern.

Alle gesammelten Daten werden in Beziehung zueinander gesetzt und ausgewertet. Die daraus entstehenden Status- oder Warnmeldungen können über unterschiedliche Softwaretools dargestellt werden, etwa über das Energiemonitoringsystem aus unserem SENTRON-Portfolio.

Sentron Key Visual© Siemens
(Copyright: Siemens)

Das schnell zu installierende, intuitiv bedienbare System umfasst Messgeräte, die Software SENTRON powermanager sowie – für den direkten Datentransfer in die Cloud – die IoT-Datenplattform 7KN Powercenter 3000 und cloudbasierte App SENTRON powermind.

Wie die einzelnen Komponenten im Niederspannungsnetz die Datenerfassung unterstützen, zeigen unsere kommunikationsfähigen Kompaktleistungsschalter 3VA. Die integrierte Condition Monitoring-Funktion ermöglicht es, nicht nur Basisinformationen wie Schaltspiele und Betriebsstunden zu erfassen. Vielmehr analysiert der intelligente Leistungsschalter die Daten eigenständig und bewertet sie mit einem zum Patent angemeldeten Algorithmus. Daraus lassen sich präzise Aussagen über den aktuellen Betriebszustand wie auch die zu erwartende Restlebensdauer treffen. 

Der Kompaktleistungsschalter 3VA gewährleistet eine präzise Planung von Anlagenwartungen und Revisionen. Je länger die Betriebszeit, desto genauer lassen sich Zustand, Verhalten und damit auch der Verschleiß des Kompaktleistungsschalters vorhersagen.

Sentron Chart© Siemens
(Copyright: Siemens)

Ein anderes Beispiel ist der mess- und kommunikationsfähige NH-Sicherungseinsatz 3NA COM aus dem SENTRON-Portfolio: Er verbindet die klassische Aufgabe eines Sicherungseinsatzes (nämlich einen Stromkreis bei Kurzschluss oder Überlast sicher zu unterbrechen) mit Mess- und Kommunikationsfunktionen.

Besondere Vorteile ergeben sich für Gebäudebetreiber, wenn das Energiedatenmanagement cloudbasiert erfolgt: Der Aufwand für eine eigene IT-Infrastruktur für das technische Gebäude- und Instandhaltungsmanagement lässt sich dadurch wesentlich reduzieren. Zudem kann in Cloud- Systemen ein enormes Datenvolumen von unterschiedlichen Geräten gespeichert und verarbeitet werden, das ortsunabhängig für umfangreiche Analysen zur Verfügung steht.

Unsere SENTRON powermind App analysiert Energie- und Zustandsdaten direkt in MindSphere, unserem cloudbasierten, offenen IoT-Betriebssystem. Für Gebäudebetreiber heißt das, dass sie ihre Anlage in der Tasche haben.

Über den Autor

Nina Komzak
Nina Kozak ist Social Media Manager und beschäftigt sich mit den Themen nachhaltige Energie und Smart Buildings, sowie Schalt- und Regeltechnik, Brandschutz und Sicherheit. socialmedia.at@siemens.com